Die in ihrem Grundansatz schnell zu erlernende Gesprächsmethode basiert auf der Überzeugung, dass alles, was wir zur Lösung benötigen, bereits in uns vorhanden ist, sobald wir ein Problem schildern können. Diese Lösungsidee gilt es im Gespräch durch geschicktes Fragen herauszuformen und zur Umsetzung zu bringen.
Die systemischen Therapeuten Steve de Shazer, Insoo Kim Berg und ihr gemeinsames Team erfuhren in ihrer täglichen Arbeit mit vielen Menschen und Familien, dass es hilfreicher ist, möglichst schnell die Lösung in den Fokus zu nehmen, anstatt sich – wie es in den bis dato gängigen Psychotherapieverfahren üblich war – auf die Problem- und Ursachenforschung zu begeben.
Durch einfache, aber sehr zielgerichtete Fragetechniken und Interventionen wird der/die Lösungssuchende von der Problemschilderung behutsam und respektvoll zu seiner/ihren individuellen und für ihn/sie umsetzbaren Lösung gelenkt. Anstatt das Problem näher zu erforschen oder zu analysieren, unterstützt der/die Coach:in oder Therapeut:in durch „leading from one step behind“ den/die Klient:in darin, die individuellen Ressourcen und Kompetenzen aufzuspüren und zu fokussieren. Dabei begegnen wir (die Interviewer) unserem Gegenüber (Klient:in) als neugierige:r und kollegiale:r Gesprächspartner:in mit einer neutralen, interessierten und wertoffenen Haltung.
Das wenig theoretische, eher praktisch-pragmatische Verfahren eignet sich für Coaches, Berater:innen, Therapeut:innen, Heilpraktiker:innen, Heilpraktiker:innen (Psychotherapie), Ärzt:innen und alle Interessierte, die beruflich oder privat einen ressourcen- und lösungsgerichteten Kommunikationsstil suchen.
Besonders bietet sich die lösungsorientierte Gesprächsführung als Einstiegsmethodik für z. B. Coaches oder Heilpraktiker:innen (Psychotherapie) an, die in kurzer Zeit ihren noch leeren „Werkzeugkoffer“ mit einem ersten Therapieverfahren bestücken möchten, bevor sie sich einer größeren und zeitaufwändigeren Ausbildung zuwenden. (Das Gesundheitsamt erkennt die „lösungsfokussierte Kurztherapie“ als Verfahren bei der Überprüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie an!)
Aber ebenso erfahrene Coach:innen, Therapeut:innen, Ärzt:innen, Berater:innen, Pädagog:innen, Führungskräfte, Teamleiter:innen und andere Menschen in beratenden und heilenden Berufen, die bereits eine fundierte Ausbildung absolviert haben, können den lösungsfokussierten Ansatz als Erweiterung ihres Kommunikations- und Therapiespektrums nutzen, sofern sie ihrem Gegenüber mit offener und wertschätzender Haltung auf Augenhöhe begegnen möchten.
Die weite Verbreitung der lösungsfokussierten Methodik liegt begründet in ihrer hohen Wirksamkeit, die durch Erkenntnisse aus der Hirnforschung gestützt werden: unser Gehirn ist kein statisches Organ, sondern seine Strukturen, insbesondere die neuronalen Verbindungen (Synapsen) unterliegen ständigen Veränderungen („Neuroplastizität“). Jede positive Erfahrung, demnach auch jede zielführende Gesprächserfahrung und psychotherapeutische Intervention kann zu neuen stimmungshebenden Verknüpfungen führen und fortan unser Erleben bestimmen.
Daher wird die lösungsfokussierte Gesprächsführung neben dem therapeutischen Feld bereits in vielen Bereichen wie Beratung, Coaching, Management, (Sozial-)Pädagogik und Seelsorge genutzt.
Fazit: Alle Interessierte, die für den beruflichen oder privaten Bereich eine lösungsorientierte Kommunikationsform anstreben, dürfen sich angesprochen fühlen und sind herzlich eingeladen, sich für das lebendige und praxisorientierte Seminar anzumelden.
Häufige Rückmeldungen von Teilnehmer*innen: „Meine Kommunikation hat sich – beruflich wie privat – deutlich positiv verändert!“ – „Diese Art der Gesprächsführung ist total entlastend und macht Spaß!“
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